Jan Wilhelms

Herrenhausen und Damenhosen, Genossen-Parolen und Bären-Schinken
– wilhelms@outlook.de –

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WDR (ZeitZeichen): „21. September 1934 [80]: Der Geburtstag des Songwriters Leonard Cohen“

Troubadour der mystischen Liebe, Großmeister der Melancholie, Magier des Minimalismus. Rockstar, Dichter, Mönch. Man hat ihm viele Titel gegeben. Und in jedem klingt Verehrung an. Denn die Karriere des kanadischen Songpoeten Leonard Cohen gehört zu den bemerkenswertesten der Pop-Geschichte. Angefangen hat er mit Gedichten und Romanen. Erst mir 33 begann er an zu singen: Und obwohl seine Saitenzupfkunst und sein Stimm-Repertoire begrenzt waren, wurden seine poetisch-depressiven Songs berühmt: Suzanne, So long Marianne, Halleluja. © WDR 2014

Gelungen.

(Ich habe – nahezu zu meinem eigenen Schrecken – festgestellt, daß ich fast alle der angespielten Lieder mitsingen kann.)

(Und ich hätte niemals gedacht, daß der fast genauso alt ist wie Sophia Loren!)

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Jüdische Allgemeine: „Meinung: Ukraine: Mit Nazis gegen Putin“

Wen wundert’s? Man hat schon auf dem „Maidan“ permanent faschistische Symbole (vielleicht etwas weniger bekannte als das Hakenkreuz), Logos und Fahnen gesehen, die von den ARD-Trotteln im Rahmen ihrer Jubel-Berichterstattung über diese „demokratischen Demonstranten“ ohne Kommentar ins Bild gebracht wurden. Vom Merkel-TV mit seinen blondierten Mäuschen hat man kaum Besseres erwarten können…

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Und mal kurz zu Schottland: Es sollte sich eigentlich mittlerweile auch unter Journalisten und „Politbloggern“ herumgesprochen haben (hat es aber natürlich nicht), daß „Großbritannien“ eine (im wesentlichen antifranzösisch motivierte) Konstruktion des späten 18. Jahrhunderts ist und mithin eine der jüngeren Nationen bzw. Nationsbildungsversuche Europas.

Polen und Deutschland sind fünfmal, die Niederlande sind doppelt so alt wie Großbritannien. Belgien hingegen ist etwas, die Ukraine sogar deutlich jünger.

Tjoar, leider gehen Unabhängigkeitsreferenden meistens knapp schief – siehe Katalonien, siehe Québec. :-( Und so wird es wohl auch in Schottland kommen. Schade, wenn Großbritannien demontiert würde („Vereinigtes Königreich von England, Wales und Nordirland“ :-D ), wäre das echt ein Präzedenzfall.

Sei’s drum:

Let friendship and honor unite
And flourish on both sides the Tweed.

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bag-of-dirt:

French villagers welcome French Naval Commandos who arrived in Normandy during the D-Day landings. The Naval Commandos were formed by Free French troops in exile in the U.K. and were modeled after the British Commandos, who were founded in 1940. They were formed from Free French Navy Fusiliers-Marins (naval infantry) and trained at the Commando Basic Training Centre Achnacarry, Scotland. Near Amfreville, Calvados, Lower Normandy, France. 17 June 1944.

Wenn ich mich nicht irre, sind die französischen Marine-Infanteristen bis heute die einzigen Soldaten der Französischen Armee, die ihre – übrigens grünen – Barette (wie der auf dem Foto) „à gauche“ tragen, also mit dem Abzeichen nach links und nach rechts heruntergezogen. (Wie es überall üblich ist, aber eben nicht in Frankreich und seinen kolonialen Hinterlassenschaften.) Eben weil ihre Aufstellung seinerzeit einen britischen Hintergrund hatte.

bag-of-dirt:

French villagers welcome French Naval Commandos who arrived in Normandy during the D-Day landings. The Naval Commandos were formed by Free French troops in exile in the U.K. and were modeled after the British Commandos, who were founded in 1940. They were formed from Free French Navy Fusiliers-Marins (naval infantry) and trained at the Commando Basic Training Centre Achnacarry, Scotland. Near Amfreville, Calvados, Lower Normandy, France. 17 June 1944.

Wenn ich mich nicht irre, sind die französischen Marine-Infanteristen bis heute die einzigen Soldaten der Französischen Armee, die ihre – übrigens grünen – Barette (wie der auf dem Foto) „à gauche“ tragen, also mit dem Abzeichen nach links und nach rechts heruntergezogen. (Wie es überall üblich ist, aber eben nicht in Frankreich und seinen kolonialen Hinterlassenschaften.) Eben weil ihre Aufstellung seinerzeit einen britischen Hintergrund hatte.

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NDR: „Die Augen und Ohren der Stasi in Niedersachsen“

Eine Serie  – jeweils 5-Minuten-Häppchen im Rahmen der Sendung “Hallo Niedersachsen” um 19:30 im Regionalprogramm des Ersten, hernach greifbar über die Mediathek (auch mit MediathekView). Gut gemacht und sehr sehenswert, teils köstlich amüsant!

Na, jeder weiß, daß die HVA im MfS der beste Auslandsgeheimdienst der Welt war. :-)

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NachDenkSeiten: „Das große ‚Weiter so‘“

Zehn Tage vor dem Weihnachtsfest des Jahres 2013 präsentierten CDU, CSU und SPD ihren Koalitionsvertrag. Der Titel lautete: „Deutschlands Zukunft gestalten“. Aber „Deutschlands Stillstand verwalten“ wäre die passendere Überschrift gewesen. Zwar enthält der Vertrag einige Elemente, die aus den Konzepten des rot-rot-grünen Reformlagers stammen – das bekannteste Beispiel ist der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn, dessen Einführung allerdings faktisch auf das Jahr 2017 verschoben wurde. Aber dem großen Reformbedarf in Deutschland wird der Text an so gut wie keiner Stelle gerecht. Von Stephan Hebel.

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WDR (ZeitZeichen): „12. September 1494 [520]: Der Geburtstag von Franz I., König von Frankreich“

Vier mehrjährige Kriege gegen die Habsburger führte Franz I. Die Schwächung Kaiser Karls V. war für ihn außenpolitisch oberstes Ziel. Dafür nahm der französische König sogar diplomatische Beziehungen zum nicht-christlichen Osmanischen Reich auf. Auch innenpolitisch demonstrierte Franz I. Machthunger und legte das Fundament für die absolute Monarchie. Noch ohne feste Residenz, reiste er mit seinem Hofstaat ständig durch sein Reich. Dabei öffnete er Frankreich als Mäzen der Künste für die Renaissance und lockte Größen wie Leonardo da Vinci ins Land. Auch die Literatur förderte er mit Nachdruck. Das Renommee von Franz I., der sich neben offiziellen Mätressen auch ungezählte Liebhaberinnen hielt, litt am Ende seiner mehr als dreißigjährigen Regierungszeit allerdings unter der schwächelnden Staatskasse. © WDR 2014
In Ordnung. Hörenswert.

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FAZ.net: „Gastbeitrag James Kirchick: Die Opfer des Kommunismus verdienen ein Denkmal“

Hö, dieser kuriose James Kirchnik scheint der neue Sonderbeauftragte von FAZ.net für die Rubrik: “Europa-Experten aus Iowa erklären uns die Welt, und Dr.  Jürgen Schneider findet’s gut” zu sein. (Dr. Jürgen Schneider lebt mit seiner Familie in Bergisch-Gladbach, fühlt sich schon seit langem von „den 68ern“ gegängelt, surft recht selten nur Porn, wählt seit kurzem die AfD, kommentiert auf FAZ.net und hat nur geringe Schwierigkeiten mit der deutschen Komma-Setzung.)

Richard Pipes und „Schwarzbuch“ für Arme. Erbärmlich.

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Rot ist das Kupfer von Chile,
blau ist der Ozean,
weiß ist die Milch für die Kinder,
so fing die Geschichte an.
Das war der Doktor Allende,
er fiel durch Mörderhand.
Er hat den armen Leuten
die Krankheit beim Namen genannt.

Die Krankheit ist grün wie der Dollar,
die Krankheit heißt ITT,
und wer von der Krankheit besessen,
den zwingt sie in die Knie.
Die Bergarbeiter von Lota,
die Bauern von Asuncion,
die litten an dieser Krankheit
und die heißt Hungerlohn.

Wer arbeitet, der soll auch essen.
Wer müde ist, braucht ein Dach.
Wenn wir zusammen uns nehmen,
sind unsere Feinde schwach.
So sprach der Doktor Allende.
Wählt ihn ins Parlament.
Es machten die Armen von Chile
den Doktor zum Präsident.

Menschen, das war eine Arbeit.
Die Tage wurden schmal.
Es lachten die Kupfergesichter
im eigenen Metall.
Die Bauern begriffen die Erde
wie eine blumige Frau.
Das Meer schien den Fischer
seitdem
aus einem besseren Blau.

O schöne Tage der Zukunft.
O Rechnung ohne den Wirt.
Es haben die Mumien der Banken
den Krieg ins Land geführt.
Der Krieg war ein Amerikaner.
Sah nur chilenisch aus.
Er baute aus ärmlichen Hütten
ein riesiges Totenhaus.

Verflucht seid ihr Mörder Chiles,
verfluchter Pinochet.
Die Sonne mag dich verbrennen,
erfrieren dich der Andenschnee.
Das Meer tritt über die Ufer,
das Herrenhaus stürzt ein.
Das Volk wird sich erheben
und es wird Freiheit sein.

Adios Doktor Allende,
leb wohl, wer mit ihm war.
Sie können die Tage nicht morden
der Unidad Popular.
Nachts bei den Hütten am Hafen,
wenn klar die Sterne stehn,
haben die Posten der Junta
mit Angst einen Mann gehen sehn.

"He, Juanita, gestehe,
wer war der Mann bei euch?
Rede, denn wir haben Hände,
die machten manchen bleich!”
“Das war der Doktor Allende,
er fiel durch Mörderhand.
Er hat die reichen Leute
die schlimmste Krankheit genannt.”

Quelle

Abgelegt unter Chile 9/11 Salvador Allende Geschichte Sozialismus